Rückkehr in die Normalität: Zwischen Fürsorge und Veränderung

Rückkehr in die Normalität: Zwischen Fürsorge und Veränderung

Liebe Schüler*innen, liebe Eltern, liebe Kolleg*innen, liebe Ehemalige, liebe Freund*innen des Marion-Dönhoff-Gymnasiums Mölln,

die letzten 1 1/2  Jahre waren für uns gekennzeichnet durch die ständige Veränderung des Normalen, verbunden mit vielen Einschränkungen und Entbehrungen, hohen Belastungen und Herausforderungen. Auch jetzt sind wir wieder vielen Veränderungen ausgesetzt: Aber sie beschreiben nicht mehr die Ausnahme, sie bedeuten die Rückkehr in die Normalität.

Das gilt zum Glück auch für die Schule und unser Miteinander am MDG Mölln. Wir sind zurückgekehrt zu vollem Präsenzunterricht im Regelbetrieb. Seit Schuljahresbeginn können wir zudem auf die Kohorten-Regelung verzichten. Das bedeutet u.a., dass wir draußen keine zugeteilten Pausenbereiche mehr haben, dass AGs und AKs wieder jahrgangsübergreifend stattfinden können (vgl. aktuelle Kurs-Liste im Anhang). Auch die Mensa kann von unseren Schüler*innen wieder genutzt werden.

Unabhängig davon gelten die Hygieneregeln (AHA-L-Regeln) an den Schulen weiter. Im Außenbereich des Schulgeländes ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung mit Beginn des neuen Schuljahres inzwischen vollständig aufgehoben. In Innenräumen bleibt es aber noch bei der Verpflichtung zum Tragen einer MNB. Wir kehren im Moment auch noch nicht zum Kabinett-System zurück, bleiben aktuell beim Klassenraumsystem.

Das regelmäßige Lüften bleibt weiter eine wichtige Maßnahme. Dank der Unterstützung der Stadt Mölln haben wir inzwischen in allen Klassen- und Fachräumen CO2-Messgeräte. Wir nutzen diese Messgeräte zur Unterstützung bei der Belüftung. Der CO2-Gehalt steht im Zusammenhang mit der Konzentration an Aerosolen, die Messgeräte sollen uns anzeigen, wann eine Lüftung notwendig ist.

Für Schulen gilt weiter die 3 G – Regelung. D.h., dass wir regelmäßig die verpflichtende Selbsttestung für noch nicht vollständig Geimpfte zweimal pro Woche durchführen. Die Tests stellen organisatorisch eine große Herausforderung für uns dar, die zusätzlich zu Arbeit im Schulalltag zu leisten ist. Ganz besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang unserem FSJ’ler Bennet Naucke, der mit großem zeitlichen Aufwand die Testungen gewissenhaft vorbereitet, so dass sie reibungslos in den Schulalltag eingebunden werden können.

Eine große organisatorische Herausforderung bedeutete auch die Impfkampagne der KVSH für Schüler*innen, die die Möglichkeit nutzen wollten, sich in den Räumen der Schule impfen zu lassen. Ein großes Dankeschön geht in diesem Zusammenhang an unserer Sekretärin Frau Oden, die alle Vor- und Nachbereitungen mit großem Einsatz betrieben, hat. Damit Schüler*innen sich auch in den Ferien selbst testen können, haben wir zudem am letzten Tag vor den Ferien allen betroffenen Schüler*innen Test-Kits zur Verfügung gestellt. Dafür galt es über 2700 einzelne (!)  Test-Kits, die uns das Land zur Verfügung gestellt hat, klassenweise aufzuteilen und dann den Schüler*innen zukommen zu lassen. Auf unseren Fluren standen riesige Säcke mit den Test-Kits für die jeweiligen Klassen. Vielen herzlichen Dank an unsere unermüdlichen Sekretärinnen Frau Oden und Frau Kossak, die mit enormen Einsatz dafür Sorge getragen haben, dass wir unseren Schüler*innen auch dieses Angebot machen konnten.

Aber Corona beschäftigt uns auch in anderer Form: Die Zeit der Pandemie hat neue Formen des Unterrichts verlangt, oft konnten sich Schüler*innen und Lehrkräfte nur online und in Distanz begegnen. Zum Beginn des Schuljahres haben wir deshalb klassenweise und fachbezogen eine Einschätzung zu den Lernständen der Schülerinnen und Schüler vorgenommen, um davon ausgehend den jeweiligen Unterricht aufzubauen und zu entwickeln. Zudem haben Fachschaften verbindliche Absprachen getroffen, wie in den jeweiligen Klassenstufen mit den Fachanforderungen umzugehen ist. Schon in den Sommerferien haben wir Schüler*innen im Rahmen der Lernchancen-Initiative des Landes in größerer Zahl Bildungsgutscheine zukommen zu lassen, wir setzen das weiter fort. Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 bieten wir seit Beginn des Schuljahres eine Hausaugabenbetreuung an, nach den Herbstferien werden wir auch die schulinterne Nachhilfe „Schüler helfen Schüler“ wieder aufnehmen, um Unterstützung und Hilfe zu leisten.

Unterricht unter Corona-Bedingungen bedeutet aber auch, dass wir in 1 ½ Jahren eine intensive Schulentwicklung im Bereich des Digitalen betrieben haben, viele Kompetenzen sind hier auf Seiten von Schüler*innen und Lehrkräften entstanden, viele Möglichkeiten der Digitalität wurden geschaffen. Wir wollen unsere Erfahrungen konstruktiv in den Präsenzunterricht integrieren, ggf. auch ein nächstes Distanzlernen sinnvoll vorbereiten, Erfolge sichern, Möglichkeiten sinnvoll nutzen, Probleme konstruktiv angehen, Kompetenzen fördern.

In diesem Zusammenhang steht, dass zu Beginn des Schuljahres neue dienstliche E-Mails für die Lehrkräfte eingerichtet wurden, dass wir das digitale Klassenbuch bei uns eingeführt haben und dass im Rahmen des Digitalpakts jetzt die ersten Activpanels installiert wurden. Ein weiteren Schritt zur Entwicklung des mediengestützten Unterrichts stellt die Einführung des Lernmanagement-Systems Itslearning dar, die nach den Herbstferien erfolgen wird. Ich freue mich sehr, dass es zur Einführung dieses Lernmanagement-Systems auf der letzten Schulkonferenz am 30.09. einen gemeinsamen Antrag von Eltern, Schüler*innen und Lehrkräften gegeben hat, der mit großer Mehrheit angenommen wurde. Es war schön zu erleben, wie alle Mitglieder unserer Schulgemeinschaft hier zusammen und einvernehmlich Schulentwicklung gestaltet haben.

Besonders aktiv zeigt sich im Moment die Schülerschaft. Wie schon in der Vergangenheit wird die SV auch in diesem Jahr die gemeinnützige Organisation DKMS, die sich für die Bekämpfung von Blutkrebs einsetzt, bei der Aktion „Dein Typ ist gefragt“ unterstützen. Da es leider noch längst nicht genügend Spender*innen gibt, wurde von der DKMS ein Projekt auf die Beine gestellt, um noch mehr Schüler*innen für das Thema zu erreichen (vgl. Anhang).

Uns alle haben die Bilder der Hochwasserkatastrophe im Sommer dieses Jahres tief getroffen. Die SV möchte auch hier helfen und hat inzwischen Kontakt zu einer Schule in Rheinland-Pfalz aufgenommen, um den dortigen Schüler*innen direkt Hilfe zukommen lassen zu können. Ich bin sehr beeindruckt von dem sozialen Engagement unserer SV und unserer Schüler*innen. Es ist einfach großartig, mit welchem Engagement ihr Schulleben gestaltet und Verantwortung für euch und andere übernehmt. Großes Kompliment an euch alle!

In der letzten Woche hat der SEB einen neuen Vorstand gewählt. Ich danke dem bisherigen Vorstand für seine geleistete Arbeit. Gerade in den Wochen des neuen Schuljahres ist es gemeinsam gelungen, sich in konstruktiven Gesprächen auf die Grundlagen der Elternarbeit zu besinnen und neue Perspektiven zu entwickeln. Das war eine besondere Leistung, ich bedanke mich bei den beteiligten Eltern sehr herzlich dafür. Gleichzeitig freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstand. Ich bin voller Zuversicht, dass wir den in der Elternarbeit eingeschlagenen Weg von Unterstützung durch die Schule und aktiver Mitgestaltung durch die Elternschaft gemeinsam erfolgreich gehen können.

Liebe Schüler*innen, liebe Eltern, liebe Kolleg*innen, liebe Ehemalige, liebe Freund*innen des Marion-Dönhoff-Gymnasiums Mölln, wir haben schwere Wochen und Monate hinter uns. Und auch jetzt gilt es immer noch gewissenhaft im Umgang mit Corona zu sein. Gleichzeitig habe ich aber die Zuversicht, dass wir uns zunehmend eine Normalität zurückerobern können, um gemeinsam das Schulleben an unserer Schule zu gestalten. Ich freue mich auf alle, die Lust, Freude und Ideen mitbringen, um dieses Projekt zu unterstützen und weiter erfolgreich zu entwickeln.

Ihnen und euch allen schöne Ferien!

Herzliche Grüße,
Jan Ullrich, Schulleitung

 

Anhänge

1. DKMS-Elternbrief
2. Aktualisierte Ag-/Ak - Übersicht

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