Kunst in den Sommerferien zum Barlachjahr - im Rahmen des Projekts „Lernchancen.SH“ - ein voller Erfolg!

Am Freitag, den 23.7. gingen vier kreative Tage  aus Anlass des 150. (+1) Geburtstages von Ernst Barlach (wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben) zu Ende.

Eva Ammermann und Claudia Bormann (beide Künstlerinnen und Kulturvermittlerin bzw. Kunstpädagogin) freuten sich riesig über die 12 hochmotivierten Teilnehmer*Innen, die zunächst im Barlachmuseum in Ratzeburg und anschließend 3 Tage im Möllner Stadthauptmannshof ihre künstlerischen Ideen, die inspiriert vom Künstler Ernst Barlach waren, umsetzten

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung, die Materialien durch das Land Schleswig-Holstein finanziert.

So konnten die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 19 Jahren  unterschiedliche Techniken ausprobieren und mit „Spaß, Kreativität, Leidenschaft und Zusammenhalt“ (Zitat Kira Rohde, Oda von Warburg und Antonia Kares) großartige Werke schaffen.

Am letzten Tag wurden Eltern und sonstige Interessierte zur Abschlussausstellung eingeladen und waren von den spannenden Ergebnissen sehr begeistert.

„Wir hoffen, dass es nächstes Jahr wieder so eine Veranstaltung und Menschen, die sich dafür interessieren, gibt“ (Kira Rohde, Oda von Warburg, Antonia Kares)

Hier einige Texte von den Teilehmer:innen über ihre Werke:

Liva Schneider, Mia Teichmann

Das Kunstwerk „Wir wollen Gleichberechtigung“ wurde von Liva Schneider und Mia Teichmann entworfen, ihre Idee dahinter kam davon, dass Frauen und Männer auch in der heutigen Zeit meist noch ungleich behandelt werden. Bei Barlach, der oft schwache und ausgegrenzte Menschen darstellte, finden sich auch oft Darstellungen von  Frauen in schwierigen Situationen.

 

Philine Badtke, Laura Gaßmann, Charlotte Badtke

Das  Kunstwerk „Victoria & Elfrieda“ wurde von Laura Gaßmann, Charlotte und  Philine Badtke entworfen.

Ihre Idee dahinter war, einen schönen Sommertag mit dem Hunde-Schaf darzustellen. Formal haben sie die klaren Kompositionsmittel von Barlach (hier ein Dreieck) übernommen.

 

Alexandra Knischewski

Die Tonplastik („ohne Titel“) stellt eine geschlechtsneutrale Person dar. Inspiriert wurde diese von der Statue „Die Kupplerin II“ von Ernst Barlach.

 

Katharina Wieland

Die Federzeichnung „der Bürger“ wurde von Katharina Wieland gezeichnet. Ihr Kunstwerk bezieht sich auf die Hochwasserkatastrophen in Deutschland und weil niemand in solch einer Situation alleine sein sollte. In Barlachs Werk finden sich oft ausgegrenzte und alleingelassene Menschendarstellungen, auf die sich Katharina Wieland bezieht.

 

Sami Albakkour und Valentin Hübner

Sami Albakkou und Valentin Hübner haben „Die Schildkröte der Weisheit“ entworfen. Ihre Idee kam davon, dass die Schildkröte als weises und altes Tier dargestellt wird und schon so viel erlebt und mitbekommen hat und jetzt an der Vermüllung der Meere leidet. Dieser Bezug zu Barlachs Kunst wird im Museum mit digitalen Medien veranschaulicht.

 

Oda von Warburg, Antonia Kares, Kira Rohde

Das Kunstwerk „Pfandflaschen als Gehalt“ wurde  von Oda v. Warburg , Antonia Kares und Kira Rohde entworfen. Sie haben für ihre Installation „Die russische Bettlerin“ von Ernst Barlach als Inspiration genommen.

 

Valentin Hübner

Die Installation „Ausgegrenzt“ ist von Werken von Ernst Barlach inspiriert. Dieser hat auch oft Menschen, die außerhalb der Gesellschaft stehen, dargestellt.

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