Lernen über/mit digitale/n Medien

Die Notwendigkeit des Einsatzes digitaler Techniken in der heutigen Lebens- und Berufswelt ist unumstritten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, muss eine Schule, die auf die Zukunft vorbereiten will, den sicheren Umgang mit den digitalen Werkzeugen aber auch die Reflexion über sie zum Lerngegenstand haben.

Das Lernen über/mit digitale/n Medien stellt daher einen der aktuellen Entwicklungs­schwer­punkte unserer Schule dar. Im Fachunterricht aber auch darüber hinaus sollen unsere Schülerinnen und Schüler für die Anforderungen, die das spätere Universitäts- und Arbeitsumfeld, genauso aber auch der tägliche Umgang mit digitalen Medien an sie stellt, fit gemacht werden. So wollen wir die Selbstkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler stärken und ihnen eine selbstbestimmte Teilhabe an gesellschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Prozessen ermöglichen.

Hierbei greifen verschiedene Aspekte ineinander:

Ausstattung

Ausstattung

Seit der Umstellung auf das Kabinettsystem ist jeder unserer Unterrichtsräume mit einem Beamer – teilweise auch mit digitalen Tafeln – Lautsprechern und einer Dokumentenkamera ausgestattet. Neben den Computern in unseren beiden Computerräumen stehen den Schülerinnen und Schülern im Lernatelier sowie im 1. und 2. Stock des Hauptgebäudes jeweils ein Laptopwagen mit 15 Laptops zur Verfügung. Diese Laptopwagen konnten wir durch unsere erfolgreiche Teilnahme an der zweiten Runde des Wettbewerbs „Lernen mit digitalen Medien“ des MBWK erwerben. In diesem Zuge wurden wir auch in die Liste der Modellschulen aufgenommen.

Die Fachbereiche Musik, Kunst und Naturwissenschaften verfügen darüber hinaus über weitere digitale Endgeräte, z.B. auch digitale Messgeräte.

Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufenklassen haben zudem Zugang zu den Computern auf der Empore, die in Pausen und Freistunden genutzt werden können, sowie mit ihren privaten Endgeräten Zugang zum Schul-WLAN, wenn sie ihre Geräte bei der Schule anmelden und freischalten lassen.

Qualifikation der Lehrkräfte

Qualifikation der Lehrkräfte

Im Rahmen von Schulentwicklungstagen beschäftigen sich unsere Lehrkräfte regelmäßig mit dem Thema Lernen über/mit digitale/n Medien, um Anregungen und Anknüpfungspunkte für den eigenen Unterricht zu bekommen. Darüber hinaus werden wir immer wieder von externen Experten anderer Schulen und/ oder dem IQSH beraten.

Zwei unserer Lehrkräfte haben eine Zusatzqualifikation für das Lernen mit digitalen Medien in einem vom IQSH angebotenen Zertifikatskurs erworben. Außerdem hat Frau Conrad zu Beginn des 2. Halbjahres 2018/19 eine Koordinatorenstelle für Digitalität übernommen.

Fachunterricht

Fachunterricht

Unsere Lehrkräfte lassen die Überlegung, welche Lerninhalte sinnvoll mithilfe digitaler Medien vermittelt werden können, in ihre Unterrichtsvorbereitung einfließen. Das digitale Arbeiten versteht sich dabei nicht als Ersatz bewährter Lern- und Arbeitsmethoden, sondern als sinnvolle Ergänzung und Erweiterung.

Um die einzelnen Inhalte besser aufeinander abzustimmen, erarbeitet unsere Schule zurzeit ein Mediencurriculum.

Um allen Schülerinnen und Schülern bestimmte Grundkenntnisse zu vermitteln, bzw. diese rechtzeitig vor dem Eintritt in die Oberstufe aufzufrischen, durchläuft seit diesem Schuljahr jeder Wahlpflichtkurs in der 8. (mit Ausnahme erst in der 9.) Klasse ein Halbjahr den Kurs „Fit am PC“.

Angebote außerhalb des Fachunterrichts

Angebote außerhalb des Fachunterrichts

Zurzeit arbeiten wir daran, Angebote im Bereich der digitalen Medien außerhalb des Fachunterrichts zu schaffen. Hierbei sollen Schülerinnen und Schüler ihre Mediennutzung reflektieren und für die Chancen und Gefahren bei der Nutzung digitaler Medien sensibilisiert werden.

BYOD

Bring Your Own Device (BYOD)

Da der Zugriff auf die für das Lernen notwendige Technik trotz der guten Ausstattung an unserer Schule räumlich und zeitlich begrenzt ist und sich digitale Medien vor allem bei spontanem und individuellem Einsatz als lernförderlich erweisen, wurde von einer Arbeitsgruppe aus Lehrkräften das Pilotprojekt BYOD (Bring Your Own Device) initiiert, das den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnet, ihre eigenen mobilen Endgeräte im Unterricht einzusetzen. Die Tatsache, dass diese häufig auf aktuellerem technischen Anforderungsniveau sind als schulische Geräte dies sein können, eine Vertrautheit mit dem eigenen Gerät besteht und ein durchgehender Zugriff auf die eigenen Daten möglich ist, hat unser Team in unserem Entschluss zur Umsetzung des Projekts bestärkt. Hierzu wird den Modellprojektklassen ein Netzzugang gewährleistet und im Falle eines Defekts stehen Ersatzgeräte (Laptops) zur Verfügung. Um zusätzliche Kosten für die Lernenden zu vermeiden, wird auf das umfangreiche Angebot von Open-Source-Software zurückgegriffen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden in einem Nutzungsvertrag festgehalten.

Der digital gestützte Unterricht soll nicht nur den in der Berufswelt geforderten Umgang mit Hard- und Software festigen, sondern auch einen individualisierten Zugriff auf die Lerninhalte ermöglichen, verschiedene Lerntypen ansprechen und das selbstständige Lernen verbessern. Der Einsatz obliegt der entsprechenden Fachlehrkraft und wird mit dem Klassenteam abgestimmt. Die das Projekt tragenden Lehrkräfte besuchen entsprechende Fortbildungen und evaluieren den Projekterfolg regelmäßig.

Das Modellprojekt wurde auf der 34. Schulkonferenz unserer Schule vorgestellt und diskutiert. Seit Beginn des Schuljahres 2016/17 wurden jedes Schuljahr ein bis zwei Oberstufenprofile als „Bring Your Own Device“-Profile eingerichtet.

Arbeitskreis "Lernen mit digitalen Medien"

Arbeitskreis "Lernen mit digitalen Medien"

In einem Arbeitskreis arbeiten Lehrkräfte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Schüler- und Elternschaft zu dem Thema „Lernen mit digitalen Medien.“ Den Termin des nächsten Arbeitskreistreffens finden Sie auf der Startseite unter der Rubrik „Aktuelle Termine“.