Wir sind Referenzschule für Zeittakt und Rhythmisierung. Dies ist Ergebnis eines jahrelangen Entwicklungsprozesses, indem wir ein eigenes Modell für den Umgang mit Lernzeit entwickelt haben. Dieses ist ein bedeutsamer Baustein der Qualitätsentwicklung für das Lernen und Lehren an unserer Schule.

Im Wesentlichen besteht dieser aus Folgendem: Nach der zweijährigen Erprobungsphase von 2008 bis 2010 und zwei, diese begleitenden Evaluationen durch alle Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte wurde von der Schulkonferenz 2010 ein Rhythmisierungsmodell und ein 60minütiger Zeittakt beschlossen.

Ein Schuljahr wird an unserer Schule eingeteilt in vier Quartale, diesen in normale Wochen, gefolgt von einer Woche mit einem flexiblen Vorhabentag, gefolgt von drei Unterrichtswochen. Der Vorhabentag dient dem Unterricht in besonderer Form, in besonderem Zeittakt, in besonderem Ablauf oder an besonderen Orten. Die Unterrichtswochen hingegen dienen dem Unterricht im gewohnten Stundenplan, Takt und Raum, d. h. dem Ziel, dass dieser möglichst wie geplant abläuft.

Der Stundenplan rhythmisiert die Unterrichtswoche in verlässliche Langtage bis 15:10 Uhr und Kurztage bis 12:10 Uhr. Dabei steigt die Anzahl der Langtage mit den Klassenstufen; wir vermeiden solange wie möglich, zwei aufeinander folgende Langtage und sichern den Mittwoch als Kurztag für jahrgangsübergreifende AGs oder frei terminierbare Konferenzen.

Außerdem basiert jeder einzelne Unterrichtstag auf 60minütigen Unterrichtsstunden, die durch 10minütige kleine Pausen, eine 20minütige Frühstückspause und eine 50minütige Mittagspause ergänzt werden.

Diesen Planungen liegt die Anpassung der Kontingentstundentafel zugrunde. Sie folgt u. a. dem Grundsatz, alle Fächer nicht einstündig zu führen und von epochalen Verstärkungen produktiv Gebrauch zu machen. So werden auch die sogenannten „kleinen“ Fächer in den betreffenden Schulhalbjahren zweistündig unterrichtet oder, sofern es didaktische oder curriculare Bedingungen gibt und es Wunsch der entsprechenden Lehrkraft ist, in A/B-Wochen im 1,5stündigen Rhythmus.

Dieses facettenreiche Planungs- und Organisationsmodell stellt u. E. ein dezidiertes Modell zur Sicherung von Unterrichtsqualität auf der Ebene der Organisationsentwicklung dar, da wir einerseits die schüleraktivierenden Unterrichtsmethoden stärken und andererseits die Konzentration und Focussierung auf weniger Fächer pro Tag für die Lernenden und für die Lehrkräfte erreichen.