Mittelstufe

Allgemeine Information

Die Mittelstufe umfasst die Klassenstufen 7 bis 9. Mit dem Übergang in die 7. Jahrgangsstufe werden die Klassen neu zusammengestellt. Diese Neuzusammensetzung geschieht i. d. R. mit Ausnahme der Musikklasse, sofern die Schulleitung dies auf Wunsch der Eltern genehmigt. Die Neuzusammensetzung geschieht aus pädagogischen und organisatorischen Gründen. Für die Schülerinnen und Schülern ergibt sich so die Möglichkeit weitere bzw. neue Kontakte zu knüpfen, sich in ihrer Sozial- und Selbstkompetenz noch einmal mit neuen Impulsen angeregt, dynamisch zu entwickeln. Zur Festigung der neuen Klassengemeinschaft findet im ersten Halbjahr eine erlebnispädagogische Fahrt mit der neuen Klassenleitung statt. I. d. R. erhalten die Klassen im 7. Jahrgang auch noch für ein Halbjahr eine Kompetenzstunde.

Als Unterrichtsfächer kommen in der Mittelstufe Chemie und Wirtschaft/Politik hinzu. Außerdem gibt es mit dem Wahlpflichtbereich ein neues Aufgabenfeld. Zum Wahlpflichtbereich finden Sie gesonderte Informationen auf unserer Homepage. Die Wahl eines Wahlpflichtkurses für die Klassenstufen 8 und 9 findet nach ausführlicher Vorstellung im zweiten Schulhalbjahr der 7. Klasse statt. Von besonderer Bedeutung ist ebenfalls das Betiebspraktikum in Klassenstufe 9, das verpflichtend zu absolvieren ist. Auch hierzu findet man Informationen auf unserer Homepage. Natürlich werden alle Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern ausführlich und rechtzeitig im persönlichen Kontakt von der Schule informiert.

Ebenfalls an Bedeutung gewinnt die Frage des Besuches des Unterrichtes im Fach Religion bzw. Philosophie. Dazu ist auf der Grundlage der geltenden rechtlichen Bestimmungen anzumerken: Die drei Fächer evangelische Religion, katholische Religion sowie Philosophie beschäftigen sich mit den Grundfragen des Menschen. Religion ist „ordentliches Lehrfach“ (vgl. Schulgesetz SH, § 7) für diejenigen, die einer der beiden großen christlichen Kirchen angehören. I. d. R. wird davon ausgegangen, dass Schülerinnen und Schüler den Religionsunterricht ihrer Konfession erhalten sollen, alle anderen nehmen am Philosophieunterricht teil. Wünschen Sie als Eltern eine andere Regelung, d. h. konfessionsabweichenden Religionsunterricht bzw. Philosophieunterricht,  so müssen Sie Ihre Entscheidung schriftlich mitteilen. Schülerinnen und Schüler, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, gelten als religionsmündig und können eine Entscheidung eigenständig vornehmen. Aus organisatorischen Gründen wird gemäß § 4 Abs. (4) des Erlasses zum „Religionsunterricht an den Schulen in Schleswig Holstein“ vom 03.06.2010 darum gebeten, die Entscheidung über die Teilnahme am Religions- bzw. Philosophieunterricht jeweils zum Ende eines Schuljahres bzw. rechtzeitig vor Beginn eines neuen Schuljahr vorzunehmen. Die Schule geht davon aus, dass sorgfältig getroffene Gewissensentscheidungen für das ganze Schuljahr Gültigkeit haben, so dass ein kontinuierliches Arbeiten in allen Lerngruppen gewährleistet ist.

Wahlpflichtunterricht

Für die Klassenstufen 8 und 9 ist ein Wahlpflichtbereich vorgesehen. Der Unterricht umfasst i. d. R. 2 x 60 Minuten. Gemeinsam mit Vertreter/innen der Eltern und Schüler haben Lehrkräfte und die Mittelstufenleitung lange an der Entwicklung der Struktur dieses neuen Bereiches gearbeitet, weil wir den Wunsch hatten, dass neben der 3. Fremdsprache auch Inhalte in diesem Bereich berücksichtigt werden, die eine altersgemäße Auseinandersetzung mit persönlich bedeutsamen Themen und Fragestellungen ermöglichen und die Selbstkompetenz fördern. Außerdem möchten wir den individuell verschiedenen Interessen der Schüler und Schülerinnen gerecht werden und Themen anbieten, die in den anderen, „tradierten“ Unterrichtsfächern weniger Bedeutung haben. Die Inhalte wechseln zum Teil und werden auf der Grundlage von Evaluationen und Erfahrungen ständig weiterentwickelt. Wir hoffen, dass die Interessen unserer Schülerinnen und Schüler Berücksichtigung finden.

Folgende Schwerpunktsetzung hat sich ergeben:

 

A

B

C

D

 

ästhetischer Bereich

sprachlicher Bereich

naturwissenschaftlicher Bereich

gesellschaftswissenschaftlicher Bereich

Inhaltliche Gestaltung

Darstellendes Spiel unter Berücksichtigung von Kunst und Musik

oder Medienkunst mit dem Schwerpunkt Fotografie und Fotoschule

oder Vom Design zur Fertigung mit dem Fokus auf der Gestaltung textiler Produkte

wechselnd im Angebot: Französisch
oder
Latein
oder Niederländisch oder Italienisch

Angewandte Naturwissenschaften: vier halbjährige Angebote aus Astronomie, Informatik/Robotik, Biologie, Chemie und Physik

oder Multimedial mit den Schwerpunkten Radio, Film und App-Programmierung

Nachhaltigkeit – fit for Future mit den Schwerpunkten Ernährung und Bewegungslehre, Verbraucherkunde, Medienkunde, Naturpark und web 2.0

oder MenschSein heute mit den Schwerpunkten Psychologie, Sinn/Glauben, Medien und Glück

oder Gestern und Heute mit den Schwerpunkten Geschichte vor Ort, Geschichte erleben und Geschichte modern aufbereiten 

Die Schülerinnen und Schüler wählen den Schwerpunktbereich für zwei Jahre. Für die Leistungen im Wahlpflichtunterricht gibt es, so wie in jedem Unterricht, Bewertungen und Noten.

Im Schuljahr 2017/18 finden im 8. Jahrgang die Kurse Darstellendes Spiel, Vom Design zur Fertigung, Italienisch, Angewandte Naturwissenschaften und Multimedial statt. Im 9. Jahrgang laufen die Kurse Darstellendes Spiel, Medienkunst, Italienisch, Angewandte Naturwissenschaften und MenschSein heute weiter.

Internationale Austausch- und Begegnungsfahrten

Bereits seit 2001 führen wir regelmäßig mit den Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klassen Austausch- oder Begegnungsfahrten durch. Wir fahren in osteuropäische Länder wie Slowenien, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Polen oder Rumänien . Bei den Austauschfahrten leben und wohnen unsere Schülerinnen und Schüler für 7 bis 10 Tage in der Familie des jeweiligen Austauschpartners. Beim Gegenbesuch wohnen die Austauschpartner ebenso in den Familien der Schülerinnen und Schüler. Neben einem umfangreichen und vielseitigen Programm zählen Unterrichtsbesuche und ein gemeinsames Projekt zum Programm des Austauschs.

Begegnungsfahrten können alternativ durchgeführt werden. Diese führen unsere Schülerinnen und Schüler mit Jugendlichen aus Osteuropa an einem dritten Ort zusammen. Oft führen solche Fahrten nach Kreisau (Polen). Dort gibt es eine Begegnunsgstätte, die dem Gedenken an den „Kreisauer Kreis“ gewidmet ist und wo Schülerinnen und Schüler verschiedener Länder in Projekten zusammenabeiten.

Ebenso haben wir seit 2005 einen regelmäßigen Sprachaustausch mit dem Lycée Gabriel Deshayes in St. Gildas-des-Bois, bei Nantes (Frankreich).

Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus

Auch in der Mittelstufe ist die Zusammenarbeit zwischen den Eltern und den Lehrkräften wichtig. Sie ändert sich jedoch in dem Maße, in dem die Schülerinnen und Schüler von Kindern zu Jugendlichen werden, d. h. in dem Maße, in dem sie pubertieren. In dieser Zeit suchen die Jugendlichen IHRE eigenen Wege und Methoden, sie suchen ihre Schwerpunkte und Bedeutsamkeiten und versuchen sich mitunter an den vorgegebenen Regeln, Mustern und Vorbildern. In diesem Entwicklungsfeld ändert sich natürlich auch das Verhältnis zu den Eltern und zu allen Akteuren der Schule. Mitunter scheint der Informationsfluss zwischen dem Elternhaus und der Schule zu versiegen oder er wird sehr sporadisch. Es ist eine natürliche Herausforderung für alle Beteiligten, auch für die betroffenen Eltern und Lehrkräfte, mit diesem veränderten Verhalten umzugehen.

Es kann also nur sinnvoll sein, wechselseitig aufeinander zuzugehen und immer davon auszugehen, dass der Kommunikations- und Informationsfluss ohne absichtliches Verschulden eines Partners stockte. Eltern tun gut daran, nicht abzuwarten, sondern interessiert nachzufragen, dem eigenen Kind und den Lehrkräften Interesse zu beweisen und stets Verständnis zu zeigen. Eltern sollten gerade in der Mittelstufe die Elternversammlungen als aktives Diskussionsforum mit anderen, ebenfalls von der „Pubertät betroffenen“ Eltern begreifen und für individuelle Nachfragen die Elternsprechtage oder gesonderte Elternberatungen nutzen.

Auch bei Schwierigkeiten oder Leistungsabfällen sind Gelassenheit und helfende Maßnahmen gefragt. Erfahrungsgemäß hilft das Zusammenspiel von elterlichen Erfahrungen mit dem eigenen Kind und den schulischen Beratungs- und Fördermöglichkeiten. An dieser Stelle müssen Elternhaus und Schule „Hand in Hand zum Wohle des einzelnen Jugendlichen arbeiten“. Unsere Schule bietet neben zahlreichen Förderungsmöglichkeiten auch diverse Beratungsangebote.

Versetzungsbestimmungen

Das Aufsteigen in die Jahrgangsstufen 8 und 9 erfolgt ohne Versetzungsbeschluss, sofern die Klassenkonferenz den Aufstieg nicht mit einem Vorbehalt verbindet. Die Klassenkonferenz kann am Ende des Schuljahres eine Empfehlung zur Wiederholung der Jahrgangsstufe aussprechen, wenn sie zu der Auffassung gelangt, dass die Schülerin oder der Schüler in der folgenden Jahrgangsstufe nicht erfolgreich mitarbeiten kann. Die Eltern entscheiden, ob der Empfehlung gefolgt wird. 

Gelangt die Klassenkonferenz zu der Auffassung, dass die erfolgreiche Mitarbeit in der folgenden Jahrgangsstufe aufgrund erheblicher fachlicher Mängel nicht zu erwarten ist, erfolgt der Aufstieg in die Stufen 8 und 9 unter dem Vorbehalt, d. h. dass die Schülerin oder der Schüler zum Schulhalbjahr in die die zuvor besuchte Jahrgangsstufe zurücktreten muss, wenn zu diesem Zeitpunkt (= Schulhalbjahreswechsel) weiterhin erhebliche fachliche Mängel gegeben sind, die einer erfolgreichen Mitarbeit entgegenstehen. Mit der Entscheidung über den Aufstieg unter Vorbehalt gehen festzulegende Fördermaßnahmen einher.

Hat eine Schülerin oder ein Schüler aufgrund der Empfehlung ein Schuljahr oder aufgrund des nicht erfolgreichen Aufstiegs unter Vorbehalt ein Schulhalbjahr wiederholt und die Klassenkonferenz gelangt zu der Auffassung, dass eine erfolgreiche Mitarbeit aufgrund erheblicher fachlicher Mängel im folgenden Schuljahr nicht zu erwarten ist, ist die Schülerin oder der Schüler in die nachfolgende Jahrgangsstufe der Gemeinschaftsschule schrägversetzt. Diese Schrägversetzung ist schriftlich zu begründen und den Eltern gemeinsam mit dem Zeugnis zu übermitteln.

Das Aufsteigen von der Klassenstufe 9 in die Einführungsphase der Oberstufe erfolgt durch Versetzungsbeschluss der Klassenkonferenz. Versetzt werden alle Schülerinnen und Schüler, deren Leistungen in nicht mehr als einem Fach schlechter als ausreichend (Note 4) sind und kein Fach mit ungenügend (Note 6) benotet wurde. Ist diese Bedingung nicht erfüllt, kann die Klassenkonferenz die Versetzung beschließen, wenn sie zu der Auffassung gelangt, dass die Schülerin oder der Schüler in der Oberstufe erfolgreich mitarbeiten kann. Schülerinnen und Schüler, die nicht versetzt sind, wiederholen die Jahrgangsstufe 9. Die Wiederholung ist einmal möglich.

Ist die Versetzung in die Einführungsphase der Oberstufe aufgrund des Zeugnisses zum Schulhalbjahr (Ende 9.1) erneut gefährdet, können Schülerinnen und Schüler auf Antrag der Eltern an der Prüfung zum MSA in der Jahrgangsstufe 10 der Gemeinschaftsschule teilnehmen. Die Vorbereitung auf alle Prüfungsteile, einschließlich der Projektpräsentation, sowie die Durchführung und Bewertung der Projektpräsentation erfolgt durch das besuchte Gymnasium. Das Gymnasium legt auch die Noten für das Ganzjahreszeugnis der Jahrgangsstufe 9 vor Beginn des Prüfungszeitraumes fest (zehn Tage). Danach erfolgt der (formale) Wechsel an die Gemeinschaftsschule in Jahrgangsstufe 10.

Ratgeber Schulrecht

Im Folgenden sind die für die Mittelstufe wichtigsten schulrechtlichen Verordnungen und Erlasse bzw. schulrechtlichen Bestimmungen aufgeführt:

Landesverordnung über die Sekundarstufe I der Gymnasien (Schulartverordnung Gymnasien - SAVOGYM)

Landesverordnung über die Erteilung von Zeugnissen, Noten und anderen ergänzenden Angaben in Zeugnissen (Zeugnisverordnung ZVO)

Anzahl und Art der Leistungsnachweise in der Primar- und Sekundarstufe I (Erlass)

Kontakt

Marion-Dönhoff-Gymnasium Mölln

Mittelstufenkoordinatorin: Sandra Bekurs

 Auf dem Schulberg 1

23879 Mölln

Tel: 04542 / 8388 - 0

E-Mail: sandra.bekurs@moelln.de